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Walter Kern mit der neuen Fahne

Restaurant Seerose Uerschhausen
TG

Plan der Fahnenweihe
im Klösterli Iberg
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Fahnenweihe
und Sommernachtsfeste
1969
wurden viele Geburtstage von 70, 80 und 85 Jahren gefeiert und den
Jubilaren Ständchen gebracht. Das Sommernachtfest 1969 war ein
Erfolg. Auch am 1. August könnte wieder mit verstärkter Mannschaft
gesungen werden. Der Fackelzug führte durch den beleuchteten Weg zum
Höhenfeuer auf dem Sessel. Die Iberger Jugendlichen haben mit ihrer
Hilfe zum Erfolg wesentlich beigetragen. Die Männerchorreise führte an
die Gestaden des Bielersees. Es wurde auch ein Nach-Fest zum
Sommernachtfest veranstaltet, an dem die Beteiligen sich nochmals
trafen. Der Probenbesuch wurde an der Generalversammlung vom 3. April
1970 jedoch als mangelhaft gerügt. Der Männerchor konnte im Jahre 1969
zwei neue Aktivmitglieder aufnehmen, Peter Furrer und Rudolf
Kupferschmid. Zudem wechselte Karl Ruckstuhl von den Passiven zu den
Aktiven. 1970 kamen weitere Aktive dazu, Alfred Bader, und Karl
Zehnder jun. Eine Grosse Lücke entstand durch den Hinschied von Karl
Zehnder sen., der als grosszügiger Spender galt. Unvergessen bleiben
seine Einladungen zur Metzgete, das im geselligen Beisammensein des
Vereins Höhepunkte darstellten. Zu seinen Ehren sang der Verein in der
Kirche Seen. Hans Bachmann reichte nach 12-jähriger Tätigkeit seinen
Rücktritt als Vizepräsident ein. Auch Karl Dürr gab das Amt als
Bibliothekar nach 10 Jahren im Vorstand ab. Neu in den Vorstand
gewählt wurden Hansruedi Wegmann und Urs Loosli. Neben Jakob
Weilenmann erhielten Hans Schweizer, Jakob Kägi, Josef Troxler, Martin
Ribotzki und Josef Moser Löffel für fleissigen Probenbesuch. Eine
besondere Ehrung wurde zwei Mitgliedern zuteil, die 60 Jahre dem
Verein angehörten und dadurch allerlei Höhen und Tiefen miterlebt
hatten, Arnold Ott Gotzenwil und Oskar Wunderli, denen ein
Blumenstrauss überreicht und das Lied „Aus der Traube in die Tonne“
gesungen wurde. Am Freitag, den 4. Dezember 1970 zeigte Heiri
Atzenweiler nach der Probe einen Film über die Hüftoperationen mit
Sulzer-Gelenken. Ehrenmitglied E. Bieri, der 3 Wochen vorher eine
solche Operation an sich durchführen liess, war anwesend. Der
Klausabend war ein voller Erfolg. K. Ruckstuhl und Co. spielte Musik.
Als Klaus trat Walter Gubler auf. Die Delegiertenversammlung des
Bezirksgesangvereins Winterthur fand am 24. Januar 1971 im Hotel
Zentrum Töss statt. Albert Hofmann und Heinrich Weilenmann wurden als
Veteranen geehrt. In der Krone Russikon organisierte Jakob Weilenmann
am 30. Januar 1971 einen Kegelabend. 22 Sänger folgten der Einladung.
Noch heute ist der Kegelabend ein beliebter Höhepunkt im Männerchor.
Am 9. März 1971 tritt Jakob Weilenmann als Präsident der
Liederkommission zurück und übergibt das Amt Walter Kern. 1971
verschied Karl Dürr durch einen tragischen Unfall, der 33 Jahre die
Geschicke des Vereins mitsteuern half. Das Maisingen 1971 war leider
verregnet. Der Mai-Ausflug mit Ross und Wagen war jedoch gelungen. In
Kollbrunn fand ein Sängertreffen mit 27 Teilnehmern statt. Lustig ging
es auch beim Servelat-Braten am Waldrand zu, bei dem auch viel
gesungen wurde. Auch der 1. August war für Iberg wieder ein Höhepunkt.
Die Jugend von Iberg war wieder verantwortlich für das Höhenfeuer und
das Feuerwerk. Der Klausabend war 1971 anscheinend weniger ein Erfolg,
zumindest verlor der Präsident Karl Wegmann darüber an der GV keine
Worte. Am 2. Januar 1971 fand der Bummel über die Höfe statt. Der
Vizepräsident Urs Loosli spendete für den Beginn der Gesangsproben
1971 ein Fass Bier. Das Maisingen wurde 1971 nicht mehr durchgeführt.
Erwin Haudenschild und Hans Schweizer wurden 1971 zum Ehrenmitglied
ernannt (25 Jahre im Verein). Beide erhalten einen Blumenstrauss und
der Dirigent Hans Schweizer zudem einen Früchtekorb. Für die
pünktlichsten Männerchörler für das Erscheinen zur Gesangsprobe
erhalten drei Sänger Geldspenden, die von Walter Kern stammten und
weitere 7 Sänger Weinspenden, die von Karl Dürr stammten. Angeregt
durch diese Spendefreudigkeit spendete Präsident Karl Wegmann 6
Nachtessen in seinem Restaurant Seerose in Uerschhausen TG (in der
Nähe des Nussbaumersees). Urs Loosli spendete weitere 60 Franken und
auch Sepp Troxler deren 20. Weitere Grosszügigkeiten wurden
vorgeschlagen, so einen Blumenstrauss für Frau Lemm, Abwärtin im
Schulhaus, den Mitgliedern in der RS je 25 Franken. Im Winterhalbjahr
1970/71 wurde ein Notenkurs durchgeführt. Leider besuchten ihn nur
gerade 3 Sänger, nötig gehabt hätten ihn aber laut Rudi Kupferschmid
alle. 1971 wurde das Schulzimmer im Schulhaus Iberg renoviert. Das
Klavier musste dazu entfernt werden. Am 28. Mai 1971 lud der Präsident
den Männerchor in sein Restaurant Seerose nach Uerschhausen beim
Nussbaumersee ein. Zum Bezirksgesangsfest von Töss fuhr man mit Ross
und Wagen. Die Männerchorreise 1971 führte am 20., 21. und 22. August
in die Dolomiten. Im Kirchgemeindehaus Winterthur wurde ein
Verbandskonzert abgehalten. An der Generalversammlung vom 18. März
1972 traten der Aktuar Martin Ribotzki und Vizepräsident Urs Loosli
zurück. Neuer Aktuar wurde Viktor Schmid und neuer Vize Bruno
Tschannen. Viel zu Reden gab die Vermietung der Girlande mit farbigen
Lampen an den Armbrustschützenverein. Für eine neue Fahne wurden
Nachforschungen über ein Iberger Wappen bei der Firma Heimgartner Wil
Heraldikstudios angestellt. Ein Iberger Wappen wurde dann aber nie
gefunden. Zum 1. August 1972 wurde die Heilsarmeemusik eingeladen. An
der Generalversammlung vom 24. März 1973 erhielt Walter Kern eine
Ehrenplakete. Der Präsident Karl Wegmann gibt am 27. März 1974 seinen
Rücktritt bekannt. An der Generalversammlung vom 6. April 1974 wird
einstimmig Heinrich Atzenweiler als neuer Präsident gewählt. Am 4. Mai
1974 fand anstelle des Maisingens die Fahnenweihe statt. Die
Fahnenkosten betrugen 3000 Franken. Der Musikverein Harmonie Kyburg
eröffnete mit einem Marsch die Festlichkeiten im Klösterli Iberg. Die
Patenschaft übernahm der Männerchor Eidberg unter Max Koblet, als
Gotte stellte sich Ruth Dürr, Iberg und als Götti Jakob Schnyder, Rafz
zur Verfügung. Als Ehrenmeitli des MC Iberg amteten Susanne Ribotzki
und Maya Moser. Die Fahnenweihe wurde extra vor dem Sängertreffen in
Rafz durchgeführt, damit die Fahne nach Rafz mitgenommen werden
konnte, um dem Initiator des Fahnenfonds Jakob Schnyder eine Freude zu
bereiten. An der Delegiertenversammlung des Bezirksgesangvereins wurde
Jakob Kägi als Veteran geehrt. Hans Bachmann erhielt 1974 die
Ehrenmitgliedplakette. Jakob Weilenmann organisierte das
Sommernachtfest 1973 und erhielt dafür an der Generalversammlung
einige Flaschen Wein (und natürlich wieder Löffel für perfekten
Probebesuch). |
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Ausfahrt mit ROSS und Wagen, vom 24. 5. 70.
Reisebericht.
Nach soviel
Regen, glaubte sicher am Samstag beim beschmücken der beiden Wagen
noch niemand richtig an einen so schönen Sonntag. Nun es kam wie es
kommen musste wenn wir reisen, nach langer Zeit ein strahlender
Sonntag. Dies veranlasste die Mitreisenden zu sehr pünktlichem oder
sogar zu zu frühem erscheinen am Abfahrtsort auf dem Dorfplatz. Die
schön geschmückten Wagen mit den Fuhrmannen Robert Zehnder und Walter
Gubler fanden ebenfalls zur Zeit ein und bald waren die 28
Mitreisenden aufgesessen und schon gings einmal gemütlich und ohne
Lärm los über Eidberg - Waltenstein nach Elgg.
Von Elgg
Richtung Hagenbuch nach Aawangen, wo der 1. Halt, natürlich den
Pferden zuliebe eingeschaltet wurde. Es scheint, dass dieses Beitzlein
noch selten an eine gewöhnlichem Sonntag soviel Betrieb sah,
jedenfalls hatten die Wirtsleute eine solche Freude, dass sie jedem
Männerchörler einen Gratisstumpen überreichten. Man stärkte sich kurz
und hoppla wieder aufgesessen, kam auch schon, nicht hinkend unser
Sigi mit der Serviertochter auf dem Arm, die natürlich Walter Kern
schmunzelnd vom Wagen aus übernahm. Wir fuhren über Matzingen nach
Stettfurt, wo wir im Rest, Linde zum Mittagessen erwartet wurden.
Jeder verplatzte sich, und dann sage und schreibe wurde vor dem Essen
ein Lied angestimmt. So wurden 2-3 Lieder gesungen bis die Suppe
serviert war und dann war es still. Ein einfaches, aber sehr gutes
Essen stopfte die hungrigen Mäuler. Nach dem Kaffee hatten wir
Gelegenheit, mit Privatautos des Wirtes nach dem Schloss Sonnenberg zu
fahren. Die Zeit war knapp, trotzdem hatte es bei uns konditionell so
stark, dass sie diesen Weg mit eigener Kraft schafften. Einige der
jüngeren Sänger, auch der Präsi, fanden es nicht für nötig mit den
Aktivsten mitzugehen, sondern setzten sich bis zum eintreffen der
Ausflügler zu einem gemütlichen Jass hin. Es war lustig die Gesichter
der Eintreffenden zu beobachten, es scheint, dass immer die gleichen,
wenn sie auf einen Aussichtspunkt kommen auch tatsächlich Aussicht
geniessen können, jedenfalls wurde laufend von tiefen Ausschnitten
diskutiert. Um ca. 15-JO Ohr war wieder aufgesessen und es ging auf
den Heimweg über Matzingen Häuslenen nach Hagenbuch, wo buchstäblich
30 Flaschen Bier bereitgestanden hatten, hätten doch die
Wirtsleute dieses Rest, unserem Mitglied K. Dürr geglaubt, der hier
wartete um diese Sänger abzuholen, welche zur Zeit, zu Hause im Stall
sein mussten. Trotzdem wurde diese Runde serviert, die sehr gerne und
verdankend angenommen wurde. Hier wurde, so glaube ich, dem letzten
klar, dass es sehr bedauerndswert war, dass unser Dirigent nicht hatte
unter uns sein können, brauchte es doch einige Zeit bis ein Lied
einigermassen zum anhöhren war. Weiter über Schneit, von da zu FUSS
bis auf die Anhöhe von Gündlikon nach Elsau ins Rest. Frohsinn, wo
sich einige eine Zwischenverpflegung sevieren Hessen, und allen ein
Getränk aus dem Vorschuss des Fahrgeldes von unserem Kassier offeriert
werden konnte. Um ca. 1900 Uhr auf der Abfahrt nach Rümikon, getrauten
sich auch die Veteranen endlich ein Lied anzustimmen, was auf dem
anderen Wagen bereits den ganzen Tag der Fall war, hatten doch diese
Sänger eine Gitarre und eine Handorgel zur Verfügung, was das Singen
natürlich wesentlich erleichterte. Auf dem weiteren Heimweg Richtung
Grüntal, meinte ein Fuhrmann, eine zackige Abkürzung einzuschlagen,
doch traf der zweite Wagen fast gleichzeitig im Rest. Grüntal zu einem
währschaften Kafi ein.
Richtung
Gotzenwil, den Stich wieder zu FUSS meisternd, trafen wir zeitig in
Iberg ein. Im Rest. Storchen sättigten sich die Reisenden ein letztes
mal und bei gemütlichem Beisammensein und Gesangproben, gehörte
alsbald ein schöner Sonntag der Vergangenheit an. |
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