Singen
während dem zweiten Weltkrieg
Ganz unerwartet wurde das Vereinsleben am 29.
August 1939 durch die Mobilisation unterbrochen. Nur wenige waren es
vom Männerchor, die noch zu Hause geblieben waren. Zu Weihnachten
erhielten alle im Dienst stehenden Aktiven als Geschenk 5 Nastücher,
eine Schokolade und Rauchwaren.
An der GV 1940 trat der langjährige Präsident
Hermann Peter zurück, da er beruflich nach Thun wechselte. Neu gewählt
wurde Joseph Eichholzer. Ebenfalls einen Wechsel gab es beim Aktuar.
So wurde Alfred Ott, dem wir viele eindrückliche Berichte verdanken
von Ulrich Kägi abgelöst. Heinrich Weilenmann wurde als Archivar
wiedergewählt. Er hatte das Amt seit der Gründung 1936 inne.
Trotz eingestellter Proben wurde am 1. August
1940 auf dem Sessel eine Bundesfeier mit Gesangsvorträgen des
Männerchors abgehalten, die allerdings ziemlich mager ausfielen.
Am 1. August 1941 musste auf ein Singen mangels
anwesender Mitglieder verzichtet werden. Es spielte aber eine
2-Mann-Kappelle im Klösterli auf.
An der Monatsversammlung vom 13. September 1941
im Restaurant zur frohen Aussicht in Gotzenwil wurde beschlossen, die
Proben wieder aufzunehmen.
An der Generalversammlung vom 15. März 1942 wurde
anstelle von Joseph Eichholzer Joseph Troxler gewählt. Heinrich
Weilenmann übernahm das Amt als Kassier, das bisher Joseph Troxler
innehatte. Dieses Amt hielt er bis zum Wegzug von Iberg 1944, übernahm
es allerdings bereits 1946 wieder. Ulrich Kägi übergab das Amt als
Aktuar an Alfred Ott. Als Dirigent wurde Lehrer Franz Werner gewählt,
der wegen des Krieges auf ein festes Gehalt zugunsten einer
Entschädigung pro abgehaltene Gesangsstunde von 4 Franken verzichtete.
Als Ehrenmitglieder wurden Edwin Hofmann, Iberg und Ott Alfred sen.,
von Gotzenwil ernannt.
1942 wurde an zwei Tagen im Weiher und in
Gotzenwil ein Mai-Singen durchgeführt.
An der Generalversammlung von 1945 im Restaurant
Storchen Iberg wurde Lehrer Franz Werner als Dirigent wiedergewählt,
obwohl er nach Seen wechselte. Er war aber gewillt, das Amt dem neuen
Lehrer abzutreten. Auf ein Jahresprogramm wurde verzichtet, da die
Kriegslage noch zu ungewiss war. Es wurde beschlossen, den Kranz aus
dem Jahre 1903 durch Adolf Spalinger wieder in Stand setzen zu
lassen.
Das Kriegsende wurde mit einem Bericht vermerkt.
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